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Projektbeschreibung

Die Menschen leben länger.1

In der Europäischen Union wird im Zeitraum von 2000 bis 2030 die Altersgruppe der über 65-jährigen von 15% auf 23,5% steigen. Die Altersgruppe der über 80-jährigen wird sich von 3% auf 6,4% verdoppeln.

Die verlängerte Lebenserwartung führt zu einer dramatischen Zunahme chronischer Krankheiten. Die Gesundheitskosten steigen, bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitskräfte im Gesundheitsbereich. Für die Gesundheitssysteme bedeutet diese Entwicklung eine enorme Belastung.
 

Komplementärmedizin

Komplementärmedizin bietet eine professionelle Verbesserung des „Chronic Disease Managements“:1 Durch neue Behandlungsstrategien, frühzeitige Krankheitserkennung, Prävention, Gesundheitsförderung, Verbesserung der Lebensqualität, Verringerung der Gesundheitskosten und Ergänzung der Schulmedizin durch „Integrated Care“.

Komplementärmedizin und Alternativmedizin (CAM) wird in Europa relativ häufig angewandt. Zwischen 10 und 70% der Bürger nutzen CAM. Europaweit wenden über 100 Millionen Bürger regelmäßig CAM an, vor allem bei chronischen Krankheiten.2

Die fünf häufigsten CAM-Methoden sind: Phytotherapie, Homöopathie, Chiropraktik, Akupunktur und Fußreflexzonenmassage.2
 

WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die Traditionelle Medizin einschließlich Homöopathie als wichtige Teile der Gesundheitssysteme.3 Globale Strategie der WHO ist es, diese Bereiche der Medizin proaktiv zu fördern. Durch Ausbau der Wissensbasis, nationale Strategien, Qualitätssicherung und Integration in die Gesundheitssysteme.
 

Europäisches Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“

Die Stärkung bürgernaher Gesundheitssysteme ist ein „vorrangiger Bereich“, um sich auf den Anstieg chronischer und altersbedingter Krankheiten sowie Störungen der psychischen Gesundheit vorzubereiten. Das erfordert eine „Neuausrichtung der Gesundheitssysteme“:4

  1. Priorisierung der Prävention
  2. Kontinuierliche Qualitätssteigerung
  3. Verzahnung der Leistungserbringung
  4. Sicherung der Kontinuität der Versorgung
  5. Unterstützung der Selbstversorgung der Patienten
  6. Ansiedlung der Versorgung nahe am Wohnort
  7. Bewertung des Potentials personalisierter Medizin.
     

Aufgaben des Webportals

Das Webportal möchte zur globalen Strategie der WHO und zum Europäischen Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ beitragen.

Homöopathische Ärzte bieten ein Höchstmaß an personalisierter Medizin.

Apotheken bieten eine kontinuierliche und bürgernahe Selbstversorgung mit homöopathischen Arzneimitteln zur Prävention und Therapie.

Das Wissen über Homöopathie und potenzierte Arzneimittel ist jedoch für die Öffentlichkeit noch wenig verfügbar, da die Universitäten an Komplementärmedizin wenig Interesse zeigen. Die wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Anleitungen zur Anwendung der Homöopathie sind in Lehrbüchern, heute noch verwendeter historischer Literatur sowie in nichtenglischen Publikationen ärztlicher Fachgesellschaften und Experten enthalten. Dieses Basiswissen ist in medizinischen Datenbanken noch nicht erfasst und wird daher von Suchmaschinen nicht gefunden.
 

Das Webportal will das GrundlagenWissen der Homöopathie
öffentlich sichtbar machen:

Wie kann man Homöopathie erklären?
Wie ist der Stand der Wirknachweise?
Welche Krankheiten können behandelt werden?

 

ZIELE

Das Webportal will das Wissen der Homöopathie und potenzierter Arzneimittel sammeln und in der Öffentlichkeit verständlich vermitteln.

Es ist nicht die Aufgabe praktizierender Ärzten, komplexe Forschungsergebnisse zu präsentieren und die Homöopathie bei Kritik zu verteidigen. Journalisten verfügen nicht über die Zeit und den fachlichen Hintergrund, um das vorhandene Wissen umfassend zu recherchieren. Beide Informationswege ermöglichen Fehlinterpretationen.

Der Gesundheitswissenschaftler Professor Harald Walach5 empfiehlt daher, dass „Wissenschaftler selber diesen Vermittlungsprozess übernehmen“.

Als Naturwissenschaftler, Arzt für Allgemeinmedizin mit Homöopathie-Diplom und Sachverständiger für homöopathische, anthroposophische und spagyrische Arzneimittel möchte ich das vorhandene Grundlagenwissen über Homöopathie und potenzierte Arzneimittel übersichtlich, kurz und verständlich vermitteln:

  • Wirksamkeit
  • Nutzen
  • Sicherheit
  • Wissenschaftliche Grundlagen
  • Wirkmechanismus
  • Argumente zur Kritik

Akzeptanz: Diese Informationen sollen die wissenschaftliche Akzeptanz und Glaubwürdigkeit der Homöopathie und potenzierter Arzneimittel verbessern.

Evidenz: Das Webportal will Ärzte, Tierärzte, Apotheker, Therapeuten und Patienten aufmerksam machen, die Homöopathie und potenzierte Arzneimittel gemäß ihrer Evidenz in der Gesundheitsversorgung zu verwenden.

Gesundheitskompetenz: Patienten sollen in ihrer Gesundheitskompetenz gestärkt werden.
 

Wissenschaft

Die Wissenschaft ist wichtig, um das rationale Konzept der Homöopathie verständlich zu machen. Vorteile und Nutzen ganzheitlicher Behandlungen zu erklären. Die Wirkweise potenzierter Arzneimittel zu erforschen. Die Möglichkeiten und Grenzen der evidenzbasierten Medizin zu lehren. Die Evidenz der Homöopathie zu zeigen.
 

Logik der Homöopathie

Die Homöopathie wurde als „rationelle“ Heilkunde begründet.6 Damit waren Vernunft und Logik gemeint. Diese rationale Logik ist in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen. Kritiker glauben, die Homöopathie sei irrational und „nicht plausibel“, weil sie nicht der Naturwissenschaft entspricht.
 

Medizin

Die Medizin ist keine Naturwissenschaft! Gesundheit und Krankheit betreffen körperliche, psychische, konstitutionelle, soziale und geistige Bereiche. Viele medizinische Bereiche sind nicht messbar und im Einzelfall nicht beweisbar. Dennoch müssen die Menschen behandelt werden. Das ist möglich, weil die Medizin ärztliche Wissenschaft und Heilkunst ist.

Medizin ist Handlungswissenschaft. Dabei geht es primär nicht um Wissen, sondern um Können als richtiges Handeln am Kranken. Jedes medizinische System hat dafür geeignete Methoden entwickelt. Das zentrale Element dabei ist die klinische Erfahrung, um im Einzelfall zu entscheiden, welche Behandlung für einen Patienten die Beste ist.

Das gilt auch für die Homöopathie.
 

Wissenschaftsentwicklung

Die Wissenschaftsentwicklung unserer Zeit verschärft die Diskrepanz zwischen praktischer Medizin und Wissenschaft. Wöchentlich erscheinen mehr als 500 klinische Studien neu.7 Die medizinische Forschung hat sich im Vergleich zu 1980 verfünffacht. Für Ärzte ist es unmöglich geworden, am neuesten Stand der Forschung zu sein.

Medizinstudenten werden naturwissenschaftlich ausgebildet. Zukünftige Ärzte, Behörden, Krankenkassen und Krankenhäuser verlangen „wissenschaftliche Beweise“.

Auch die sozialen Veränderungen unserer Gesellschaft gehen in diese Richtung: Immer mehr Menschen verlassen sich auf den Verstand, um sich in der Informationsflut rasch eine Meinung zu bilden. Die zeitgeistige Zunahme von Egoismus und Narzissmus verstärken diesen Prozess. Kritiker, welche die wissenschaftliche Literatur der Homöopathie gar nicht kennen, werfen der Homöopathie „Unwissenschaftlichkeit“ vor.

Es ist höchste Zeit, auf diese wissenschaftlichen und sozialen Veränderungen zu reagieren. Das rationale Lehrgebäude der homöopathischen Medizin soll in der Öffentlichkeit verständlich erklärt werden.
 

zielgruppen

Zielgruppen sind ärztliche Fachgesellschaften, homöopathische und anthroposophische Ärzte, Tierärzte und Therapeuten.
 

Projektphasen

Startphase

Das Webportal beginnt als unvollständige „Startversion“. Erste Informationen sind enthalten.
Die übrigen Texte sollen während der dreijährigen Startphase entwickelt werden. Anerkannte Wissenschaftler der Peer Group werden zur Finalisierung der Texte beitragen, um die wissenschaftliche Unabhängigkeit zu garantieren.
 

Mittelfristige Ziele

Ab Fertigstellung der autorisierten Texte sind drei mittelfristige Ziele vorgesehen:

  1. Wissenschaftsskripten
  2. Übersetzungen
  3. Indikationen

Wissenschaftsskripten: Die finalen Texte sollen als Skripten herausgegeben werden. Der Stand des Wissens aus klinischer Forschung, Grundlagenforschung und Wissenschaftstheorie wird übersichtlich erklärt.

Übersetzungen: Gemeinsam mit nationalen Fachgesellschaften sollen die Skripten übersetzt werden. Die wissenschaftlichen Grundlagen müssen in den Landessprachen vorhanden sein, um die Integration der Homöopathie in die Gesundheitssysteme zu fördern.

Indikationen: Das Webportal will über evidenzbasierte Behandlungsoptionen mit homöopathischen, anthroposophischen und spagyrischen Arzneimitteln sowie ausgewählten komplementären Methoden informieren:

  • In welchen Indikationen gibt es ausreichend Evidenz?
  • Welche Erkrankungen können behandelt werden?
  • Welchen Nutzen hat die Behandlung?

Die Evidenz aus Studien wird professionell recherchiert und im Überblick dargestellt. Angaben aus der Fachliteratur und ausgewählte Fallberichten ergänzen die Informationen. Bücher werden vorgestellt. Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte können in Absprache mit den Herstellern aufgelistet werden.
 

Langfristige Ziele

Aufgrund des Umfanges der wissenschaftlichen Themen ist ein Datenbankprojekt angedacht, um die Informationen der Webseite zu verwalten, in mehrere Sprachen zu übersetzen und auch für Smartphones zu optimieren.

Die Realisierbarkeit einer multilingualen Lernplattform für die wissenschaftliche Ausbildung in homöopathischen Fachgesellschaften kann geprüft werden.

Ein Lehrbuch über die wissenschaftlichen Grundlagen der Homöopathie und potenzierter Arzneimittel kann aus den Inhalten der Skripten erstellt werden.
 

Kooperation

Zur Vermittlung der wissenschaftlichen Grundlagen wird ein Cluster vorgeschlagen:
 

homöopathie cluster dellmour

Der Cluster soll eine transdisziplinäre Zusammenarbeit von Herstellern, Fachgesellschaften, Forschern und anderen Kooperationspartnern ermöglichen. Ziel ist es, gemeinsam zur Wissenschaftsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit beitragen.

  • Arzneimittelhersteller sind für die Wirksamkeit und Sicherheit ihrer Arzneimittel verantwortlich. Da viele Universitäten blockieren und die Medien Fehlinformationen verbreiten, ist es Aufgabe der Hersteller, über ihre Arzneimittel zu informieren.
  • Fachgesellschaften sind für die Ausbildung zuständig. Zukünftige Komplementärmediziner sollen „wissen, was sie tun“ und die wissenschaftlichen Grundlagen ihrer Methoden kennen und erklären können.
  • Forschung bringt in der klinischen Forschung und Grundlagenforschung immer mehr Erkenntnisse. Es sind gezielte Anstrengungen erforderlich, um das anwachsende Wissen im Überblick zu behalten.

Das Webportal will zu diesem Überblick beitragen.
 

Weitere Informationen

Wissenschaftliche Methode
 

funding

Professionelles Fundraising gemeinsam mit Fachgesellschaften ist geplant.

Crowdfunding ist angedacht.

Spenden werden geworben.
 

Ab sofort werden Kooperationspartner, Förderer und Spender gesucht, die das Webportal wissenschaftlich, organisatorisch, materiell oder finanziell während der dreijährigen Startphase unterstützen.

 

Tribuswinkel, im September 2017
 

Ing. Dr. med. Friedrich Dellmour

Medieninhaber www.dellmour.org
Medizinischer Sachverständiger für homöopathische,
anthroposophische und spagyrische Arzneimittel
(Klinik, Nichtklinik, Toxikologie)
Sängerhofgasse 19
2512 Tribuswinkel
Österreich


info@dellmour.org

 

Literatur

  1. Baars 2012
  2. Eardley et al. 2012
  3. WHO 2013
  4. WHO 2012
  5. Walach 2017
  6. Hahnemann 1810
  7. Cochrane Colloquium 2015
     

PDF

PDF mit Literaturangaben

 

 

Startversion: 17.9.2017   
Autor: Friedrich Dellmour